Tanzsport aus Heiligenhafen

Von 0 auf Drei

Nach einjähriger Pause waren wir wieder zum Turnier „Ostsee Tanzt“ in Heiligenhafen ausgerückt. Nach rund 600 km Staufreier Anreise begrüßten uns neue Wohnmobilparkplätze, eine neue, modern ausgestattete Ferienwohnanlage, eine neue Strandanlage zum Sonnen, Surfen, Kitesurfen usw. Die Strandpromenade war erst vor kurzem erneuert worden. Da vergisst man die  Witze über die „Nordischen“, wenn man sieht, wie ein Ort sich entwickeln kann. Und trotzdem ist der kleine Hafen unverändert schön. Die neuen Highlights für groß und klein ordnen sich unter und die Touristen belohnen es mit Urlaubsbuchungen.  Das alte, eher kleine, historische Heiligenhafen mausert sich zu einem idyllischen Urlaubsort, in dem ohne Tourismus die Lichter ausgehen würden.  Da vergisst man schnell die etwas längere Anfahrt. Und so stand nicht nur Tanzen auf der Agenda, sondern natürlich Strandspaziergang, Bismarckhering, Dorschfilet, frisches Jever und eine holsteinische Brise. Wir waren mit drei Turnierpaaren angereist und trafen auf viele bekannte Gesichter, die auch schon in Schmidt Turnier getanzt und bei Roeb´s „Mick“  übernachtet hatten.  Daran erinnerte man sich gerne; hatte man doch das ein oder andere Bier noch spät am Abend auf dem Zimmer zusammen getrunken.

Vera und Peter

Nach der langen Anfahrt ging das erste Turnier für Vera und Peter im Mittelfeld aus.  Etwas Enttäuschung machte sich schon breit; aber die Konzentration war einfach nicht da. Das zweite Turnier am Samstag steigerte die Stimmung dann wieder, weil ein Platz in den Top Ten ertanzt wurde.

 

Oskar und Petra

Am Samstag stiegen auch Oskar und Petra nach längerer Turnierpause wieder ein und belegten einen hervorragenden Platz im Mittelfeld. Der Sonntag sollte noch besser werden. Er bescherte ein Semifinale, wo die beiden in die Top Ten tanzen konnten. Am Montag ging’s zwar wieder zurück ins Mittelfeld; aber daran war insbesondere ein schwer zu hörender langsamer Walzer schuld. Da liegt halt Glück und Pesch, Erfolg und Enttäuschung nah zusammen, weil Tanzen neben einem Paarsport, Kondition, Konzentration, Koordination, Taktgefühl und bei diesen Anforderungen noch Flexibilität erfordert.

Jessica Kaussen-Weber und Heiko Weber

Für Jessica Kaussen-Weber und Heiko Weber war Heiligenhafen der Start in eine neue sportliche Welt. Nach rund zwei Jahren Ausbildung konnte man die beiden getrost auf ihr erstes Turnier loslassen. Und obwohl das erste Turnier eigentlich immer mit „hinten Anstellen“ beginnt, konnten die beiden fast ohne Warmtanzen diesen Mythos entkräften. Der langsame Walzer lief ganz gut und brachte die ersten Kreuze der Wertungsrichter ein. Im Tango wurde es schon etwas hektischer und man hörte zum Schluss ein leises Sch… (Heiko) von der  Tanzfläche. Im Quick Step war die Konzentration über die aufgebaute Nervosität dann kaum noch zu halten. Zehn Minuten warten auf das Ergebnis und dann Freude, Jubel und Erleichterung. Jessica und Heiko tanzten von 0 auf Platz drei. Erstes Turnier, erste Punkte und erste Platzierung ein schöner Erfolg. Und es hätte, ja hätte, wenn und aber. Aber es hätte wirklich noch besser ausfallen können, denn in den Wertungen waren einige „zweier“ an unser Paar vergeben worden. Das macht Mut für die nächsten Aufgaben und spricht für eine hervorragende Ausbildung bei der Tanzsportabteilung des TuS. Eigentlich wollten wir Heiko, wenn er nur ein Paar hinter sich lässt, im Sandstrand der Ostsee einbuddeln. Leider haben wir das aus Zeitgründen nicht mehr geschafft. Wir haben allerdings eine Schaufel mit nach Hause gebracht. Mal sehen ob wir das im Schmidter „Scheffer“ nachholen können. Alles in allem wieder eine abwechslungsreiche Tour an die Waterkant und einen Glückwunsch an unser neues Turnierpaar, das übrigens in den SEN I D startet.