Fair Play Hand drauf !

Von der Nationalmannschaft über die Bundesligaklubs bis hin zu unseren Amateurvereinen: Der Fair-Play-Gedanke ist überall elementarer Bestandteil unseres Sports.  

Im Mittelpunkt steht ein einfaches, aber gleichzeitig so wichtiges Ritual: Der Handshake.

Was im Profifußball schon flächendeckend umgesetzt wird, setzt sich nun auch mehr und mehr im Amateur-und Jugendfußball durch. Shake hands! Als Begrüßung vor dem Spiel, als Entschuldigung und Motivation während des Spiels und zum Abschied nach dem Abpfiff. Ein simpler Handschlag reicht schon als Zeichen des respektvollen Miteinanders zwischen gegnerischen Mannschaften, Schiedsrichtern und Fans.

„Das gemeinsame Betreten des Feldes zum Spielbeginn ist ein sichtbarer Auftakt zum Spiel und signalisiert Gemeinsamkeit.“

 Mit dem Motto „Mehr als Fußball“ setzte der FVM vor einigen Jahren die Marschrichtung im Verbandsgebiet Mittelrhein. Es geht dabei vor allem um das Miteinander aller Beteiligten auf und neben dem Platz. Es geht um mehr als nur um den reinen Sport.

 Solche Rituale haben Innen- wie Außenwirkung: Für die Spieler und die Schiedsrichter ist es eine Begrüßung des Gegners, das Zeichen zur Bereitschaft zum Fair Play an den Gegner und – soweit es die Begrüßung betrifft – auch schlicht ein Gebot der Höflichkeit. Man „lebt“ nicht nebeneinander her, bis der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, sondern man trifft sich eben gemeinsam zum Fußball. Für die Zuschauer und Trainer signalisieren solche Rituale die gegenseitige Verpflichtung der Spieler gegenüber den Geboten des Fair Play und des Miteinanders.

 Zur Förderung des Fair-Play-Gedankens und der Gewaltprävention haben nach dem FVM auch die neun Fußballkreise das Handshake-Ritual für den Jugend- und Seniorenspielbetrieb in die Durchführungsbestimmungen aufgenommen. Neben dem Begrüßen der beiden Mannschaften und dem nSchiedsrichter durch den Handschlag vor dem Spiel ist vor allem das Verabschieden durch den erneuten Handschlag nach dem Spiel wichtig.

„Das gemeinsame Betreten des Feldes zum Spielbeginn ist ein sichtbarer Auftakt zum Spiel und signalisiert Gemeinsamkeit. Es geht nicht um Ansprachen oder die Weitergabe von Durchführungshinweisen, sondern darum, dass – geleitet durch den Schiedsrichter – beiden Mannschaften der Grundsatz des Fair Play vor Augen geführt wird“, betont FVM-Vizepräsident Jürgen Aust, der im FVM für das Themenfeld Fair Play verantwortlich ist. Und er fuhr fort: „Gerade, wenn das Spiel viele Emotionen aufgewirbelt hat, es umstrittene Entscheidungen gab und eine Mannschaft verloren und die andere gewonnen hat, ist es umso wichtiger, das Spiel auch ‚gefühlt‘ zu beenden, sich nach dem Spiel vom Gegner und Schiedsrichter durch den Handschlag zu verabschieden und nicht einfach die ‚Flucht‘ vom Platz anzutreten.

 Pünktlich zum Start der neuen Saison 2017/18 möchte der Fußball-Verband Mittelrhein seine Vereine nun also erneut dazu aufrufen, den Handshake weiterhin fortzusetzen und zu fördern – für ein sportliches Miteinander auf und neben dem Platz!*

*Text entnommen Magazin 04/2017 des Fußballverbandes Mittelrhein (4-2017)