Kreisliga D : Neu ab Saison 2020/2021

Die unterste Klasse im Fußballkreis Düren wird aus drei Staffeln bestehen. Die Reform wirkt sich auch auf die B- und C-Ligen aus.

Überrascht zeigte sich Manfred Schultze, der Vorsitzende des Fußballkreises Düren: „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Resonanz der Vereine so positiv ausfiel.“ Und weil die Vertreter der Klubs keine Bedenken hatten, führt der Fußballkreis zur Spielzeit 2020/21 die Kreisliga D ein – als siebter der neun Kreise im Fußballverband Mittelrhein.

Die Reform betrifft aber nicht nur diese vierte Liga auf Kreisebene, auch zwei andere Ligen des Fußballkreises sind betroffen: die B- und die C-Klassen. Während es bei einer A-Staffel mit 16 Teams bleibt, wird die Kreisliga B um eine auf zwei Staffeln mit je 16 Mannschaften reduziert. Die Anzahl der C-Liga-Staffeln verringert sich auf drei (von fünf) zu je 14 Mannschaften. Auch die D-Liga wird aus drei Staffeln bestehen. Geplant sind sie mit jeweils zwölf Teams. Allerdings: Sollten die Vereine aus dem Fußballkreis mehr Teams für die unterste Liga melden, dann können sich die Staffeln auch aus zwölf plus mehr Teams zusammensetzen.

Die Gründe für die Einführung der D-Liga liegen für Schultze auf der Hand: „Der Fußball entwickelt sich gerade in den unteren Ligen immer mehr zu einem Freizeitsport-Ereignis.“ Mit der Folge, dass immer mehr Vereine Probleme haben, jede Woche ein komplettes Team zu stellen. „Spieltag für Spieltag müssen sich die Betreuer eine Mannschaft zusammensuchen“, weiß Schultze.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass in den unteren Ligen die Kluft zwischen den leistungsstarken und -schwächeren Teams groß ist. „Schauen Sie sich doch mal die Tabellen der Kreisligen B und C an: Die Palette reicht von einem Punkt bis neun der letzten drei bis vier Mannschaften bei durchschnittlich 15 Partien“, stellt Schultze fest und fährt fort: „Die Torverhältnisse sind entsprechend: 8:58, 7:55, 4:50.“

Fahrstrecken

In einem Arbeitskreis trafen sich deshalb in den vergangenen Monaten Betreuer, Trainer, Vorsitzende und Geschäftsführer von 14 Vereinen, die mit dem Kreisvorstand intensiv das Thema Kreisliga D diskutierten. Den Vorschlägen dieses Arbeitskreises stimmten dann Ende Januar die Vertreter von 28 Klubs aus allen Ligen des Fußballkreises während einer Arbeitstagung einstimmig zu. Manfred Schultze: „Diese Einstimmigkeit freut mich auch vor dem Hintergrund, dass allen Vereinen klar ist, dass sich mit der Einführung der D-Liga auch die Fahrstrecken verändern.“

 

© fupa 22.02.2019