Sommerpause ? Von wegen !

Anfang Juni gehen sowohl die Profis als auch die Amateure und Jugendspieler in die wohlverdiente Fußball-Sommerpause. Doch wer jetzt denkt, dass alle Spieler ihre Pause ausschließlich am Strand verbringen und die Füße hochlegen, täuscht sich gewaltig. Die Übergangsphase zwischen den Saisons ist ein sehr wichtiger Zeitraum, um den Grundstein für eine erfolgreiche nächste Spielzeit zu legen.

Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass die Spieler in der spielfreien Zeit durchtrainieren müssen – im Gegenteil. Auch die bewusste Regeneration ist wichtiger Bestandteil der Sommerpause.

Das Trainerteam nutzt die spielfreie Zeit um die Rahmenbedingungen für die kommende Spielzeit festzulegen und um den Trainingsplan sowie die Vorbereitungsspiele abzustimmen.

Der Spielbetrieb wird meisten wieder Mitte / Ende Juli aufgenommen. Geht man davon aus, dass das letzte Spiel Mitte Juni gespielt wurde, liegen zwischen Saisonende und Saisonstart ca. 6  Wochen.

ERHOLUNG

Nach dem letzten Spiel bzw. dem letzten gemeinsamen Termin mit der Mannschaft, sollten die Spieler erst einmal abschalten. Regeneration ist hier das Zauberwort. Für die ersten zehn bis vierzehn Tage heißt es also ganz einfach – kein Fußball!

Diese Zeit ist sowohl für den Kopf als auch den Körper von besonderer Bedeutung – beide benötigen die jetzige Phase, um sich zu erholen, abzuschalten und frische Kraft für die neue Saison zu tanken. In dieser Zeit sollte es keine bzw. wenige Einschränkungen bezüglich Ernährung und Schlafverhalten geben. In vielen Fällen holt sich der Körper sonst auch zurück, was er braucht und wird mit viel Ruhe und Entspannung belohnt. Nach diesen ca. 4 Wochen sollten dann aber auch das Training langsam wiederaufgenommen werden.

TRAINING

Typischer Weise werden die Spieler mit einem Laufplan ausgestattet, welcher zwei bis vier Läufe zur Verbesserung der Ausdauer vorsieht – doch die spielfreie Zeit bietet so viel mehr Potenzial zur langfristigen Leistungssteigerung.  Ergänzend zu den obligatorischen Laufeinheiten, sollten die Spieler diese Zeit nutzen, um an individuellen Defiziten zu arbeiten.

Neben der Grundlagenausdauer werden gerade auch Mobilität und Stabilität während der Saison zu Gunsten Taktik, Technik und Kraft häufig vernachlässigt, bieten aber die Möglichkeit enormer Leistungszuwächse und der Verletzungsprävention.

Fazit:

Raus gehen, kicken und Spaß haben, das sollte man bei allem Ehrgeiz und Tabellenplätzen nicht vergessen beziehungsweise für sich und sein Training nutzen.