Nach Umbruch von der Abstiegszone fernhalten

© Anneliese Lauscher  27.08.2020

Die Eifeler Fußballmannschaften bereiten sich auf die neue Saison 2020/2021 vor. Die Erste Mannschaft des TuS Schmidt steckt in einem großen Umbruch. Trotzdem hat der Trainer gewisse Ansprüche.

„Ein großes Ausrufezeichen“ will Trainer Björn Salger der Ersten Mannschaft des TuS Schmidt verpassen: Es sei schon bemerkenswert, dass sich die Jungs nun im fünften Jahr in der Kreisliga A Düren halten, wo sonst schon viel mit Geld hantiert wird. „Da kann der Verein stolz drauf sein, wie stark hier Zusammenhalt und Sportsgeist sind.“

Im Rückblick meint er: „Es kann nicht unser Anspruch sein, mit Ach und Krach und neun Punkten nach der Hinrunde dazustehen.“ Er hebt die sehr gute Wintervorbereitung hervor und spricht von einem recht guten Start in die vorige Saison. Aber eine Reihe von ernsthaften Verletzungen erforderte einen Umbau der Mannschaft. Die Corona-Krise beendete die Saison vorzeitig im März, das hält Björn Salger für die einzig gerechte Lösung, das gab den Vereinen Planungssicherheit.

„Etliche Spieler waren für längere Zeit verletzt, und richtig gute Spieler, die tragende Säulen unserer Mannschaft waren, haben mit dem aktiven Fußball aufgehört“, berichtet Björn Salger. Er erwähnt unter anderem Max Hentschel, der zurück nach Gey gegangen ist, wo er schon früher gespielt hatte; und Kevin Wirtz, der nur noch gelegentlich aushelfen will. Und Michael Offermann, der sich um den Fußball im TuS Schmidt verdient gemacht habe und vielen jungen Spielern ein Vorbild sei.

Yannik Braun, Fin van der Meulen, Marvin Wilden und Marcel Nowak (von links) wollen ihren Platz in der Ersten des TuS Schmidt finden. In der Mitte der Trainer, Björn Salger. Auf dem Foto der Neuzugänge fehlt David Wynands. Foto: Anneliese Lauscher

Nun befinde man sich in einem „extremen Umbruch“. Junge Spieler mussten sich reinfinden, daran wird nun weiter gearbeitet. Neu im Team sind echte Youngsters: Fin van der Meulen, Marvin Wilden, Yanick Braun, erst 17 bzw. 18 Jahre alt, vom SV Nordeifel an die Eichheckstraße zurückgekehrt. Außerdem David Wynands, ein ehemaliger Jugendspieler, und Marcel Nowak aus der Zweiten Mannschaft.

Trainer mit viel Spielpraxis

Björn Salger war ein exzellenter Stürmer, der für den TuS viele Tore erzielt hat. Er kam von der Sportgemeinschaft GFC Düren 1899 (jetzt ruhmreicher FC Düren), wo er acht Jahre gespielt hat, auch Landesliga. Tobi Krischer hat ihn zum TuS gebracht, hier wollte er eigentlich nur kurz bleiben. „Aber diese Kameradschaft, dieses Umfeld – das hat mich umgehauen! Und ich bin geblieben.“ Seit November 2018 hat er nach einer Schulterverletzung immer wieder versucht, zu spielen. „Es funktioniert nicht, ich muss an meine Gesundheit denken“, lautet sein Fazit. Also wechselte er auf die Trainerbank, wo er wahrhaftig nicht ruhig sitzen wird.

Er dankt „dem Kalle“ (gemeint ist Kalle Kiesant, der in der vorigen Saison die Erste trainierte), der ihn als Co-Trainer in diese Position reingebracht hat. „Ich bin froh, den Jungs aus meiner Erfahrung etwas mitgeben zu können, ich sehe hier viel Potenzial.“ Ein sehr großes Plus für den Schmidter Fußball, das ist der kommende Kunstrasenplatz. Björn Salger bewundert den Sportsgeist und die Energie, mit denen das Projekt beharrlich vorangetrieben wurde. Und durch die neue Zusammenarbeit mit der SG Nordeifel eröffnen sich Perspektiven: „Da kommt was nach aus der Jugend.“

Es brauchte einige Gespräche und Überzeugungskraft, seinen Spielerkameraden Tobias Krischer zum Co-Trainer zu gewinnen. Und Mario Steffen fungiert weiterhin als Torwarttrainer. Die gute Seele und Mädchen für alles, Willi Schmitz, muss kürzer treten und wird nicht wie bisher bei jedem Spiel dabei sein. Als „dicken“ Favoriten für die Meisterschaft nennt Björn Salger Alemannia Lendersdorf, aber auch SV Merken und VfVuJ Winden werden ein Wörtchen mitreden. Für TuS I lautet die Devise: Sich möglichst schnell von Sorgen befreien und aus der Abstiegszone fernhalten!

Der Kader des TuS Schmidt I für die Saison 2020/2021

Im Tor: Luca Stollenwerk und Maurice Steffen.

Als Feldspieler wollen kämpfen: Jannik Dick, Marek Breuer, Aaron Jansen, Nico Haas, Kevin Wirtz, Marco Harth, Maik Stollenwerk, Yannik Braun, Tim Schmitz, Stefan Offermann, Tim Kaminski, Marvin Wilden, Leon Dartenne, Nico Breuer, Pascal Naas, Marcel Nowak, David Wynands, Pascal Strauch und Fin van der Meulen.

Die Erste Mannschaft des TuS Schmidt ist fest entschlossen, sich in der Kreisliga A Düren zu behaupten. Links der Trainer Björn Salger. Foto: Anneliese Lauscher