Beim Fußball-Verband Mittelrhein gibt es noch Gesprächsbedarf

Wie geht es für die Amateurfußballer der Region weiter? Diese Frage ist noch ungeklärt.

Der Abpfiff erfolgte vorzeitig. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat das so merkwürdig verlaufene Fußballjahr 2020 für seine Vereine beendet – so weit ist man beim Fußball-Verband-Mittelrhein (FVM) noch nicht. Ein Überblick über die aktuelle Situation.

Dass wir bereits jetzt mit allen Spiel- und in Altersklassen in die Winterpause gehen, ist sicherlich keine überraschende Nachricht, sondern vielmehr die logische Konsequenz aus dem jetzt verhängten Sportverbot“, teilte Schatzmeister Jürgen Faltenbacher auf der BFV-Homepage mit. Bei den Kollegen vom FVM ist die Entscheidung dagegen noch nicht gefallen, wie es ab dem 1. Dezember weitergehen könnte; der Konjunktiv ist in Coronavirus-Zeiten ein ständiger Begleiter.

„Der FVM und die Kreise beschäftigen sich in den kommenden Wochen mit allen Fragen rund um den Spielbetrieb. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der weiteren politischen Vorgaben. Alle Vereine werden rechtzeitig über die daraus für den Spielbetrieb resultierenden Folgen informiert“, lautete die Stellungnahme einer FVM-Sprecherin auf Nachfrage unserer Zeitung. Einige Fragen sind bereits beantwortet, andere stehen noch auf dem Prüfstand. Ein Überblick über die aktuelle Situation:

Der Spielbetrieb ruht bis mindestens 30. November. Wie könnte ein möglicher Re-Start ablaufen?

Der FVM hat dazu bislang keine Auskunft gegeben. Manfred Schultze, Vorsitzender des Fußballkreises Düren, hat ein mögliches Szenario skizziert: „Klar ist, dass im gesamten November weder Spiele noch Trainings stattfinden dürfen. Dann müssten wir den Vereinen wieder zwei Wochen Vorlauf geben, um sich vorbereiten zu können und könnten dann frühestens Mitte Dezember wieder starten.“ Das klingt plausibel. Ein Kaltstart wäre schließlich aus verletzungstechnischen Gründen sicher nicht förderlich.

Kann der Austragungsmodus während der Saison 2020/21 geändert werden?

Spätestens seit dem außerordentlichen Verbandstag des FVM Mitte Juni war klar, dass der Verband sich diese Möglichkeit offenhalten würde. Für die Saison 2020/21 wurde festgelegt, dass die Staffelleiter sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich „abweichende Regelungen zum Modus der Austragung einer Spielklasse oder Spielgruppe treffen können“, wie es offiziell heißt.

Der Verband behält sich vor, Meister, Auf- und Absteiger abweichend von den vorher definierten Spielwertungen zu bestimmen. Die jeweiligen Staffelleiter würden „aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemielage“ für ihre Staffeln entscheiden, ob der bisherige Austragungsmodus von Hin- und Rückspielen zu Ende gespielt werden kann. Ist das nicht möglich, darf der Austragungsmodus geändert werden.

Wie wird die Spielzeit 2020/21 gewertet, wenn sie nicht zu Ende gespielt werden kann?

Dieser sehr wahrscheinliche Fall ist in der Spielordnung für die laufende Spielzeit im Vorfeld natürlich berücksichtigt worden. Demnach bleibt das Spieljahr ohne Wertung, wenn aufgrund der Covid-19-Pandemie weniger als 50 Prozent der Spiele einer Liga durchgeführt werden können.

Es gibt demnach keinen Meister, Auf- oder Absteiger in der betroffenen Staffel. Sollten jedoch mindestens 50 Prozent der Spiele einer Gruppe über die Bühne gegangen sein, entscheidet der Tabellenstand unter Anwendung einer Quotientenregelung über Meister, Auf- und Absteiger.

„Hierzu wird der Punkte- und Torquotient zugrunde gelegt“, teilt der Verband dazu mit. In diesem Zusammenhang betont der FVM, dass der Stand einer jeweiligen Staffel maßgebend ist und es daher zu „unterschiedlichen Wertungen in einem Kreis und Spielklasse“ kommen kann.