Amateursport muss sich weiter gedulden

Für den Amateur- und Breitensport geht die Corona-Geduldsprobe weiter. Eine Saisonfortsetzung im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) wird immer unwahrscheinlicher.

Statt der noch vor wenigen Wochen erhofften weiteren Lockerungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb verlängerten Bundesregierung und Länderchefs den Lockdown am frühen Dienstagmorgen nach stundenlangen Verhandlungen bis zum 18. April. Damit sind Öffnungen für kontaktfreien Hallensport vorerst für die meisten Regionen ebenso vom Tisch wie Spiele im Amateurfußball. Wie die Beschlüsse konkret umgesetzt werden, ist Sache der einzelnen Bundesländer.

Grund für den vorläufigen Stopp avisierter Lockerungen sind die stark steigende Zahl der Neuinfektionen und die wachsende Verbreitung von ansteckenderen Virusvarianten. Daher muss in der Fußball-Bundesliga und anderen Profiligen auch weiter vor leeren Rängen gespielt werden.

In NRW soll wegen der steigenden Infektionszahlen vom kommenden Montag an eine „Notbremse“ greifen. „Ab dann gilt landesweit: Alle inzidenzabhängigen Öffnungsschritte werden zurückgenommen“, verkündete Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach den Verhandlungen am Dienstagmorgen. Demnach dürften auch die leichten Lockerungen für den Amateursport auf der Kippe stehen.

„Fahrplan“ des FVM

Ungeachtet dessen erscheint es immer unwahrscheinlicher, dass die Saison der Amateurfußballer doch noch fortgesetzt werden kann. Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) hatte Mitte Februar einen „Fahrplan“ für den Männer- und Frauenspielbetrieb veröffentlicht. Demnach soll nur noch die Hinrunde der seit dem 30. Oktober 2020 unterbrochenen Spielzeit abgeschlossen werden. Sollte eine Fortsetzung bis Mitte Mai aufgrund behördlicher Vorgaben nicht möglich sein, soll die Saison annulliert werden; dann würde es keine Auf- und Absteiger geben. „Der organisierte Amateurfußball wird leider auch nach einem Jahr Pandemie immer noch nicht als Teil der Lösung begriffen“, bedauern Keller und Koch.

auszugsweise (red/dpa)