Was der Abbruch für die neue Saison bedeutet

 Die Amateurfußball-Saison 2020/2021 hat der Fußball-Verband Mittelrhein offiziell zu den Akten gelegt. Aber was bedeutet das für die neue Spielzeit?

Welche Auswirkungen hat die Annullierung für die Mannschaften in der neuen Saison?

Ob souveräner Tabellenführer oder abgeschlagenes Schlusslicht: Alle Mannschaften im Senioren- und Juniorenbereich im FVM starten auch in der neuen Saison in der gleichen Spielklasse wie im Vorjahr.

Bleiben die nach dem Abbruch der Saison 2019/2020 aufgestockten Staffelgrößen bestehen?

So ist der Plan. Allerdings räumt der FVM ein, dass „es zu Verkleinerungen in den Staffeln kommen kann, in denen Mannschaften zurückgezogen worden sind oder nicht mehr gemeldet werden“. Um gleiche Staffelgrößen zu erhalten, kann es Verschiebungen zwischen den Staffeln in einer Spielklasse geben. Ein Sonderfall stellt die Mittelrheinliga dar. Sollte beispielsweise der Bonner SC aus der Regionalliga West absteigen, würde sich die Staffelgröße um ein Team vergrößern.

Wenn eine Mannschaft zurückgezogen worden ist, kann dann eine andere nachrücken?

Das ist nicht vorgesehen. Da es aufgrund der Annullierung der Saison 2020/2021 keine Auf- und Absteiger gibt, können frei werdende Plätze nicht nachbesetzt werden.

Ist es noch möglich, Mannschaften vom Spielbetrieb abzumelden?

Ja. Paragraf 52, Absatz 5 der Spielordnung regelt, dass Clubs ihre Mannschaften noch bis zum 30. Juni zurückziehen können. Die zurückgezogenen Teams starten dann in der nächsttieferen Liga.

Verfallen Sperren nach Roten oder Gelb-Rote Karten zur neuen Saison?

Nein. Noch nicht abgesessene Sperren bleiben bestehen, da­ran ändert auch die Annullierung der vergangenen Spielzeit nichts.

Hat die Pandemie Einfluss auf die Wechselperiode?

An der bisherigen Regelung ändert sich nichts: Wechselwillige Spieler müssen sich bis zum 30. Juni bei ihrem aktuellen Verein abgemeldet haben. „In der Spielzeit 20/21 wird auch der Zeitraum zwischen dem ersten aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesetzten Spiel bis zur behördlichen Wiederfreigabe des Spielbetriebs bei der Berechnung des sechsmonatigen Nichteinsatzes eines Spielers nicht berücksichtigt“, erklärt der FVM dazu. Das bedeutet: Der Zeitraum vom 2. November 2020 bis zum ersten Meisterschaftsspiel 2021 wird nicht mitgezählt.

Wer entscheidet, wann in der neuen Spielzeit gespielt wird?

Die spielleitenden Stellen beim Verband werden einen Rahmenterminkalender erstellen, der natürlich nicht in Stein gemeißelt ist. Auch die neue Spielzeit wird von der behördlichen Verfügungslage abhängig sein. „Im Vorfeld der neuen Saison werden neue Durchführungsbestimmungen veröffentlicht, in denen alle Details bekannt gegeben werden“, heißt es von FVM-Seite dazu.

Gibt es schon alternative Ideen, falls sich die Infektionslage auch bis nach den Sommerferien nicht ändert?

Da lässt der FVM sich nicht in die Karten schauen. „Die spielleitenden Stellen werden versuchen, Wettbewerbsorganisationen zu finden, die sowohl für den Fall der Fortdauer der Covid-19-Pandemie als auch für einen uneingeschränkten Spielbetrieb umsetzbar sind“, heißt es in einem offiziellen Statement.

© Aachener Nachrichten

 BENJAMIN JANSEN

Sportredakteur