Zürück auf den Platz

MUSTER-HYGIENEKONZEPT
Leitfaden für Trainings- und Spielbetrieb im Amateurfußball Stand 04.08.2021 (auszugsweise)

Der Ball rollt im Amateurfußball endlich wieder. Der Trainingsbetrieb ist seit einigen Wochen flächendeckend möglich und nahezu alle Teams haben bereits die ersten Testspiele absolviert. Teilweise laufen sogar bereits die Fortführungen der Pokalrunden an. In allen Landesverbänden steht der Restart des Spielbetriebs kurz bevor. Das erneut aktualisierte Muster-Hygienekonzept bleibt dabei Leitfaden und Orientierungshilfe für alle Vereine mit Fußballangebot und soll weiterhin das „Fußballspielen“ ermöglichen und den Gesundheitsschutz in der Pandemie gewährleisten.

Regelungen für die regelmäßige Durchführung des Trainings- und Spielbetriebs im Amateurfußball. Zudem müssen auch weiterhin Hinweise und Vorgehensweisen beachtet werden, sofern Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus vorliegen.

Ausgenommen vom Konzept bleiben weiterhin sämtliche Innenbereiche von Gebäuden ohne direkten Bezug zum Trainings und Spielbetrieb, gastronomische Einrichtungen und Einrichtungen zur Sportplatzpflege. Hierfür können ggf. eigene Hygienekonzepte nach Verordnungen der Behörden notwendig sein.

Wichtig: Durch die nachstehend aufgeführten Maßnahmen soll das Infektionsrisiko minimiert werden, wobei eine hundertprozentige Sicherheit für alle Beteiligten nicht garantiert werden kann. Das Muster-Hygienekonzept geht von der Annahme aus, dass eine Ansteckung mit SarsCoV-2 zwar möglich, die Wahrscheinlichkeit aber durch das Vorhandensein gezielter Hygienemaßnahmen sehr gering ist.

1. Allgemeine Hygienenregeln

• Grundsätzlich sollte der Mindestabstand (1,5 Meter) in allen Bereichen außerhalb des Spielfelds (Zonen 2 und 3) eingehalten werden.
• Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz (i.d.R. FFP2- oder Medizinische Masken) ist überall dort notwendig, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
• Körperliche Begrüßungsrituale (z. B. Händedruck/Umarmungen) sind zu vermeiden.
• Beachten der Hust- und Nies-Etikette (Armbeuge oder Einmal-Taschentuch).
• Empfehlung zum regelmäßigen Waschen der Hände mit Wasser und Seife (mindestens 30 Sekunden) und/oder Desinfizieren der Hände.

2. Verdachtsfälle / Positive Befunde Covid 19

Die grundsätzliche Gefahr einer Ansteckung/Infektion während des Trainings-/Spielbetriebs im Freien ist sehr gering einzuschätzen. Dies legen unterschiedliche Studien/Untersuchungen nahe. Demnach besitzt die größte Bedeutung im Infektionsschutz die Einhaltung der Maßnahmen „rund um das Spielfeld“ (vgl. Kapitel 1), insbesondere in den Räumlichkeiten sowie das Erreichen eines abgeschlossenen Impfschutzes. Darüber hinaus gilt:

• Eine Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb ist für alle Beteiligten nur bei unbeeinträchtigtem Gesundheitszustand möglich, das heißt ohne COVID-19-verdächtige Symptome.

• Personen mit verdächtigen Beschwerden müssen die Sportstätte umgehend verlassen bzw. dürfen diese gar nicht betreten. Solche Beschwerden sind: Husten, Fieber (ab 38 Grad), Atemnot, sämtliche Erkältungssymptome, Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. Die gleiche Empfehlung gilt, wenn derartige Beschwerden bei anderen Personen im eigenen Haushalt vorliegen. Bei positivem Befund im Rahmen von Antigen- oder PCR-Testungen gelten immer die Anweisungen der lokalen Behörden (Gesundheitsämter), insbesondere die behördlichen Festlegungen zur Quarantäne. Die lokalen Behörden haben auch die Federführung bei der Untersuchung zu möglichen Kontaktpersonen. Die notwendigen Prozesse werden also grundlegend vom zuständigen Gesundheitsamt gesteuert und durchgeführt. Vom Verein sollte in jedem Fall Unterstützung zur raschen Aufklärung von Verdachtsfällen auf eine COVID-19-Erkrankung und zur Vorbeugung von weiteren Infektionen geleistet werden. Daher empfehlen wir bei positivem Befund im Rahmen einer Antigen- oder PCR-Testung bei Personen im Verein folgende Maß- nahmen vorzubereiten/durchzuführen, um die Gesundheitsämter auf Nachfrage zu unterstützen:

1. Identifizieren aller Spieler*innen/Vereinsmitarbeiter*innen, die in direktem Kontakt mit der infizierten Person waren und Informieren aller betroffenen Personen. Klärung, wie umfangreich und eng die Kontakte waren. Insbesondere ist der Impfstatus der betroffenen Personen den Behörden                mitzuteilen.
2. Vorhalten der Kontaktdaten aller betroffenen Personen für kurzfristige Rückfragen der Behörden.
3. Vorhalten von „Kontaktdaten des Publikumsbereiches“ für behördliche Rückfragen, sofern die Zone 3 (Publikumsbereich) betroffen ist. Wichtig: Aufgrund des Datenschutzes keine eigenständige Verwendung der Kontaktdaten. Weiterführende Hinweise zu Zuschauer*innen/Kontaktdaten in Kapitel 4.
4. Sofortiges Aussetzen des Trainings-/Spielbetriebs der betroffenen Mannschaft sowie Hinweis zur eigenverantwortlichen Gesundheitsbeobachtung. Die Wiederaufnahme ist abhängig durch die behördlichen Regelungen vor Ort. I.d.R. kann bei negativen Testergebnissen eine Wiederaufnahme    erfolgen, sollte jedoch bei Unklarheiten mit dem örtlichen Gesundheitsamt abgestimmt werden.
5. Bei möglichen Kontakten im Rahmen von Freundschafts- und Wettbewerbsspielen: Information des Staffelleiters und Abstimmung zur Information von betroffenen gegnerischen Mannschaften.
6. Bei positivem Befund in/um der/die Mannschaft eines Gegners im Spielbetrieb sollte eine kurzfristige Information an alle im eigenen Verein betroffenen Personen erfolgen. Eine Aussetzung des Trainings-/Spielbetriebs ist in der Regel nicht notwendig, sofern sämtliche Hygienemaßnahmen außerhalb     des Spielfeldes eingehalten wurden. Dennoch sollte ein Hinweis zur eigenverantwortlichen Gesundheitsbeobachtung sowie eine Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt erfolgen. Insbesondere ist hervorzuheben, dass geimpfte Personen einer Mannschaft deutlich höheren Gesundheitsschutz   für eine Ansteckung haben, weniger häufig die Infektion weitergeben und auch weniger häufig in eine Quarantäne als Kontaktperson geschickt werden.

Wichtiger Hinweis für betroffene Spieler*innen: Im Anschluss an eine überstandene Infektion sollten medizinische Untersuchungen klären, inwieweit wieder Spielfähigkeit besteht. Insbesondere Lungen- und Herz-Kreislauf-Funktion sollten überprüft werden. Das gilt insbesondere, wenn die Infektion
deutliche Symptome hervorgerufen hat. Entsprechende Empfehlungen für Ärzt*innen sind veröffentlicht.

3. Impfung als Lösung des Problems

Der DFB tritt dafür ein, dass sich so viele Fußballer*innen und ehrenamtlich engagierte Menschen im Fußball impfen lassen wie möglich, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung sowie einem schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf zu schützen. Zudem hilft jede Corona-Impfung dabei, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So schützt jede*r, der/die sich impfen lässt, auch die eigene Familie, Freund*innen und die Gemeinschaft im Fußballverein und allgemein.

Für geimpfte und/oder genesene Personen gibt es aktuell in vielen Lebensbereichen geringere Einschränkungen, teilweise fallen sie vollständig weg. Auch in diesem Hygienekonzept sind Regelungen enthalten, die für geimpfte und/oder genesene Personen weniger einschränkend zu bewerten sind. Ebenso kann es in einigen Bereichen für Fußballvereine Erleichterungen geben, wenn eine Vielzahl an Spieler*innen, Trainer*innen, ehrenamtlichen Verantwortlichen bzw. Betreuer*innen sowie Mitgliedern geimpft oder genesen ist. Aus diesem Grund sind im Einklang mit den Empfehlungen der STKO
auch für Fußballspieler*innen und Personen aus dem Umkreis der Mannschaften Impfungen dringend zu empfehlen.

VERDACHTSFÄLLE/POSITIVER BEFUND COVID 19
• Geimpfte oder genesene Personen sind in der Regel von einer Quarantäne befreit, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

TRAININGSBETRIEB
• Der Impfstatus der Spieler*innen kann im Fall behördlicher Einschränkungen einen Einfluss auf die Gruppengröße nehmen, in der trainiert werden darf. Geimpfte oder genesene Personen werden in vielen Bundesländern nicht zur erlaubten Teilnehmendenzahl bei Sportaktivitäten hinzugezählt. Das bedeutet, dass bei Einschränkungen der Gruppengröße für ein Training geimpfte und genesene Spieler*innen und Trainer*innen nicht ins Gewicht fallen und mit einer höheren Anzahl an Mannschaftsmitgliedern trainiert werden kann.

TRAININGS- & SPIELBETRIEB
• Personen, die einer Risikogruppe angehören und daher ohne Impfschutz Kontakte meiden müssen, können mit Impfung schneller und sicherer wieder am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen.

ZUSCHAUER*INNEN/BEGLEITUNG IM KINDERFUSSBALL
• Auch im Bereich der Zuschauer*innen oder bei der Anzahl der Begleitpersonen im Kinderfußball kann der Impfstatus einen Einfluss auf die maximal zugelassene Personengruppe haben. An vielen Orten werden geimpfte oder genesene Personen nicht mitgezählt, sodass mehr Personen auf das Sportgelände kommen können.

ALLGEMEIN
• Geimpfte und genesene Personen im Verein sind eher geeignet, Aufgaben rund um den Trainings- und Spielbetrieb zu übernehmen, bei denen es zu engerem Kontakt zu anderen Personen kommen kann, da sie ein geringeres Risiko vorweisen, sich mit dem Corona-Virus anzustecken oder (im seltenen Fall einer dennoch erfolgenden Ansteckung) einen schweren Verlauf zu erleben. • Die Abstands- und Maskenregelungen im Indoorbereich sind auch für Geimpfte und Genesene zu berücksichtigen (insbesondere weil eine Differenzierung zu Ungeimpften kaum realisierbar ist), sollte es jedoch kurzzeitig zu einem engeren Kontakt kommen, beispielsweise in der Kabine oder bei den Zu- und Abwegen des Sportgeländes, tragen geimpfte und genesene Personen zu einer Reduktion der Ansteckungswahrscheinlichkeit bei.

Wer ist geimpft bzw. Genesen ?

GEIMPFTE müssen einen Nachweis für einen vollständigen Impfschutz vorlegen – zum Beispiel den gelben Impfpass oder mittels des Nachweises in der Corona-Warn-App. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen. Dazu gehören Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust.

GENESENE benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test (oder einen anderen Nukleinsäurenachweis), der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Einen schriftlichen Nachweis können die lokalen Behörden ausstellen. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.

© auszugsweise den Richtlinien des DFB MUSTER-HYGIENEKONZEPT Leitfaden für Trainings- und Spielbetrieb im Amateurfußball Stand 04.08.2021 entnommen.