Endlich wieder TuS(si) Schmidt…

Anmerkungen unseres Vereinsmittglied, Sportkamerad  und Bürgermeister der Stadt Nideggen, Herr Marco Schmunkamp, zum hoffentlich wieder normalem Sportbetrieb  des TuS Schmidt nach Corona, Lockdown etc. 

Es kam jedem, der sich in seinem normalen Alltag sportlich betätigt, nicht nur wie eine nie enden wollende Ewigkeit vor das letzte Mal zusammen auf dem Platz gestanden zu haben, sondern langsam auch wie eine Qual.

Noch letztes Jahr starteten wir wie jedes Jahr um die ungefähr gleiche Zeit in die neue Saison. Die Sportarten, die der TuS bietet mögen noch so verschieden sein (Volleyball, Leichtathletik, Fußball...), allerdings verbindet uns Jahr für Jahr der selber Ehrgeiz das Bestmögliche an Leistung abzuliefern um nicht nur unsere Trainer mit Stolz zu erfüllen, sondern auch die Ligen zu sprengen und unsere Ziele zu übertreffen. Stattdessen machte Corona uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Auf einmal schien das sonst so Selbstverständliche nicht mehr Selbstverständlich zu sein und die Gesundheit von Vielen stand auf der Kippe.

Doch endlich gab es einen kleinen Funken Licht am Ende des sportarmen und von Online-Sportkursen begleiteten Tunnels und die klügsten Köpfe unserer Menschheit mischten uns einen Impfstoff zusammen, der die Pandemie zumindest eindämmen und den Sportlern des weltbekannten TuS wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollte.

Es wurden keine wertvollen Sekunden mehr verloren und sofort mit der Vorbereitung auf die nächste Saison begonnen. Die Saison 2021/2022 sollte es sein. Oder wie die EM es betiteln würde: Saison 2020.

So also lief es vermutlich bei den Fußballmenschen dieses Vereins ab: Zuerst wurden die natürlich ungeputzten Schuhe aus der bis dahin leider nicht mehr geöffneten Fußballtasche hervorgeholt, die man aus Trauer in die letzte Ecke des Abstellkellers geschleudert hatte. Hatte man dann die schlimmen Gerüche, die eher einem Butterbrot, welches man Jahrelang im Schulranzen vergessen hatte glichen überlebt, konnten die Schuhe auf Hochglanz poliert und die Tasche ordentlich gelüftet werden. Danach musste man sich auf die Suche nach etwas Passendem zum Anziehen machen. Also schob man die im Home-Office langsam ausgetragenen Jogginghosen auf Seite und grub sich zu den längst verstaubten Fußballsachen vor. Ab in die wieder ertragbar riechende Tasche. Danach noch ganz wichtig wie immer: Wasser mit etwas Magnesium! Nun waren die Rahmenbedingungen geschaffen, dass es mit dem Training wieder losgehen konnte. Mit Sicherheit ging der ein oder andere Stürmer noch einmal seinen Jubel durch, der ein oder andere Abwehrspieler seine Ansage an die Abwehr, dass am Sechszehner Schluss sei und der ein oder andere Sechser im Kopf mathematisch durch wie lange es dauern würde von ganz links nach ganz rechts auf dem Spielfeld zu laufen. Eins stand allerdings fest: Die Vorfreude war gigantisch.

Zusammenfassend freuen sich Alle auf das, was nun auf uns zukommen soll. Das Fußballerherz schlägt wieder: Während des Trainings, vor den Anpfiffen und in den Kabinen!